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Liegerad
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Das Liegerad

Bei einem Liegerad handelt es sich um ein Fahrrad, das das Fahrradfahren im Liegen bzw. in einer nach hinten geneigten Sitzposition erlaubt. Anders als herkömmliche Fahrräder besitzt das Liegerad keinen Sattel, sondern einen Netz- oder Schalensitz. Das Tretlager sowie die Pedale sind nicht wie bei gewöhnlichen Fahrrädern in der Mitte des Fahrrades angebracht, sondern vorn. Beim Liegerad muss bezüglich der Pedalenposition zwischen dem Kurzlieger und dem Langlieger unterschieden werden. Beim Kurzlieger sind die Pedale vor und beim Langlieger hinter dem Vorderrad angebracht.

Die Geschichte des Liegerades
Das Liegerad gab es in einer einfacheren Ausführung bereits im Jahre 1893. Dabei handelte es sich um das so genannte Fauteuil-Velociped. 1895 kam dann das erste Sesselrad vom Schweizer Hersteller Challand auf den Markt. In den folgenden Jahren kamen noch viele weitere Prototypen, die das heutige Liegerad stark beeinflusst haben, auf den Markt. Bei den ersten Liegerad-Modellen handelte es sich ausschließlich um Langlieger. Im Jahre 1914 gelang es Peugeot erstmals ein Liegerad in Großserie zu produzieren. Dieses Fahrrad basierte auf dem Brown-Recumbent. Um 1920 rum baute der Luftfahrtpionier Paul Jaray das so genannte J-Rad. Dieses wurde in Serie hergestellt und sehr erfolgreich vermarktet.

Das Liegerad erlebte eine immer größere Nachfrage. Vor allem in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg wuchs die Nachfrage nach Liegerädern stark Sie waren vor allem bei Menschen sehr beliebt, die sich kein Auto leisten konnten. Kurzzeitig ebbte die Nachfrage nach den besonderen Fahrrädern ab, bis 1976 die "International Human Powered Vehicle Association" , kurz IHPVA gegründet wurde. Der Verein veranstaltete Wettbewerbe, in denen die Liegeräder zugelassen waren, und förderte zudem noch die Entwicklung von muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen aller Art.

Vorteile des Liegerades
Das Liegerad ermöglicht aufgrund seiner Sitzposition eine sehr entspannte Körperhaltung. Die Arme, Schultern, die Handgelenke und auch der Rücken werden nicht belastet. So gibt es keine Sitzprobleme bei längeren Fahrten. Mit einem Liegerad ist das ermüdungsfreie Radfahren möglich. Die Hände halten den Lenker entspannt und verkrampfen nicht. Zudem ist man nicht gezwungen, seinen Oberkörper auf dem Lenker abzustützen, was je nach Fahrrad-Modell sehr anstrengend sein kann. Druck- und Scheuerstellen sind bei einem Liegerad nicht zu befürchten. Durch die liegende Position wird außerdem der Nacken entspannt. Der Fahrer schaut während der Fahrt mit dem Liegerad im Grunde genommen stets nach vorne und das bei entspannter Haltung des Nackens.

Das Liegerad bietet in vielerlei Hinsicht einen positiven Nutzen für die Gesundheit, aber auch für die praktische Verwendung. Beim Liegerad befindet sich die Wirbelsäule in entspannter Lage. Erwiesenermaßen sollen sich die Bandscheiben während der Fahrt mit einem Liegerad sogar regenerieren. Durch einen geringeren Luftwiderstand ist das Liegerad beim Fahren deutlich schneller als herkömmliche Fahrräder, trotz geringerer Anstrengung.

Fahrrad Zubehör und Fahrrad Ersatzteile für das Liegerad sind besonders günstig im Onlineshop von Mega Bikes auf www.mega-bikes.de erhältlich.

 
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